G.P.S. Handgunner Backpack GPS-T1711BPBT

In nachfolgendem Video suche ich da dem perfekten Waffenkoffer.

Ich habe aber auch einige Ansprüche an dem Transportbehältnis. Ihr habt richtig gelesen, nicht Koffer, sondern Transportbehältnis.
Ich selber bin kein Fan von Rangebags. Warum? Ganz einfach: Die meisten Rangebags sind groß, klobig und machen mich unbeweglich. Hinzu kommt, dass es schwer ist, tatsächlich Ordnung in einer Rangebag zu halten, da sie meist ein großes Zentralfach hat, wo alles rein kommt.
Wenn ich dann sehe, wie viele Schützen mit einer Rangebag auf der Schulter in schräger Körperhaltung, geneigt zur Seite der Rangebag versteht sich, dann bestätigt sich immer wieder mein Eindruck. Kein Wunder, ich hatte ja selber auch eine kleine Rangebag.

Seit ca. 1 1/2 Jahre verwende ich einen Stanley Werkzeugtrolley. Das ist ein aus drei Koffern bestehender Kunststofftrolley, den ich flexibel einsetzen kann und weiterhin einsetzen werde. Er nimmt aber auch den kompletten Kofferraum in Anspruch.
Man muss also durchaus zweigleisig vorgehen.

Nun stand der GRA Springbreak in Wiesloch an und ich hatte echt keine Lust den Trolley zu verwenden. Also fing die Suche an.

Und was soll ich sagen, ich wurde fündig! Ein Händler hat mich per Mail mit dem Betreff: „Die eierlegende Wollmilchsau gibt es…nicht“
Und er hat damit auch vollkommen recht. Ob es aber das perfekte Transportbehältnis ist, hängt eben auch von der Verwendung und dem persönlichen Anspruch ab.

Also kommen wir zum Thema!

Wir haben uns ausgetauscht und er hat mir drei Rucksäcke zum Anschauen und Reviewen zukommen lassen. Dafür schon mal ein großes Dankeschön an Alex.

Das Paket kam am Donnerstag letzter, ein Tag vor meiner Abreise nach Wiesloch…….
Das Review, bzw, die Reviews wollte ich diesmal ein wenig anders gestalten, weshalb auch noch keine Aufnahmen erfolgt sind, erst mal nur dieser Bericht, bzw. dieses schriftliche Review….sozusagen als Appetithäppchen……..

Natürlich hatte ich mir vorab im Onlineshop einen Favoriten rausgesucht. Da wir uns aber telefonisch verpasst hatten konnte Alex das natürlich nicht wissen. Wir haben uns dann, nachdem das erste Paket bereits bei der Post aufgegeben wurde, telefonisch kurzgeschlossen und ich konnte Alex meinen Favoriten, den ich gerne auch zum Testen vor Ort haben wollte, ausgetauscht und mein Favorit wurde noch am selben Tag verschickt. Pünktlich am Donnerstag wurden dann alle Rucksäcke geliefert. Das nennt sich „Just in Time Lieferung….!“

Die Rede ist vom „GPS-T1711BPBT

Aber was ist der GPS Handgunner Backpack?

Ganz einfach, das ist ein Rucksack, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Waffenbesitzern (ich sage bewusst nicht Sportschützen). Wie soll es anders sein, ein Produkt in den USA entworfen und in China gefertigt. Also normal!

Hier die Features:

Insgesamt 9 Fächer
– 2 x Seitenfach für jeweils 6 Magazine (Doublestack), also Platz für 12 Magazine
– 1 x Seitenfach für kleines Fernglas
– 1 x Seitenfach für Tacker und Heftklammern oder Nägel
– 1 x Seitenfach für Werkzeug
– 1 x Seitenfach mit einer „moulded Cordura“ Schale für Schüttmunition zum abstellen
– 1 x Vorderfach für Schutzbrille, sowie zwei Fächlein für Ohrstöpsel. Alle drei Fächer sind extra gepolstert
– 1 x großes Fach für Kapselgehörschutz und z.B. Munition, Schießbuch und weiteres Zubehör
– 1 x abschließbares Hauptfach vorne mit einem CNC gefrästen Moosgummi Kurzwaffenhalter für insgesamt vier (4) Kurzwaffen mittlerer Größe und einer Kunststofftasche für Reinigungsmaterial und drei Aufnahmen für einen geteilten Putzstab
– 2 x Gummibänder zum fixieren von aufgerollten Papp-/Papierscheiben
– 1 x Fach mit eingesetzten und fixierten Regenüberzug

Warum habe ich die Fachnutzung so beschrieben? Ganz einfach…der Hersteller, „G Outdoors“ oder G.P.S. hat die Fächer mit kleinen, aufgenähten Schildchen versehen, wofür die Fächer vorgesehen sind. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, was er wo reinpackt Ich finde diese Beschilderung/Kennzeichnung aber durchaus sinnvoll, da man so, wenn man sich an die Zuordnung hält, immer weiß, was sich in welchem Fach befindet und erspart sich so sinnloses suchen und wühlen.

Im oberen Hauptfach passt mein DIN A5 BDMP Schießbuch gut rein. Damit ist Kriterium #1 abgehakt! Mein faltbarer Howard Leight Impact Sport passt ebenfalls problemlos mit in das Fach, auch wenn dieser sich  in dem Hardcase Transportcase befindet. Weiterhin passt auch einiges an Munition hinein. Ich hatte aus Platzgründen, da der RA Springbreak ein Sonderfall ist, den Gehörschutz nicht im Hardcase transportiert. Daher konnte ich problemlos ca. 600 Schuss KK Munition, 2 Schachteln 9mm Luger Magtech in den kleinen Schachteln und 50 Schuss Magtech .38 Spec. in das obere Fach packen und hatte noch immer etwas Platz für zusätzlichen Nippes frei!
In den Seitenfächern hatte ich vier Magazine für meine CZ75 und zwei für meine CZ P07 Kadet, alles Doublestack Magazine. Im rechten Fach noch vier Singlestack Magazine für meine Colt MK IV Serie 70.
In den Seitenfächern hatte ich dann auch tatsächlich meinen Tacker mit Heftklammern, mein Brillenetui im Frontfach, usw.. Allerdings muss ich bei dem Brillenfach sagen, ich habe keine Ahnung, welche Schutzbrille da als Vorlage verwendet wurde, aber mit Ausnahme einer Wiley X Brille, konnte ich keine Schutzbrille dort rein bekommen und das Fach schließen. Für mich selber ist das aber nicht wirklich relevant, da ich eine andere Schießbrille verwende, die in einem Brillenetui schlafen darf.

Im vorderen Hauptfach, das mit einem „moulded“ Deckel (hardcase Deckel) versehen ist, können die bis zu vier Kurzwaffen untergebracht werden. In einem extra dafür vorgesehenen Moosgummi-Kurzewaffenhalter (cradle).
Darin hatte ich meinen S&W Mod. 66 in 4″, meine CZ P07 Kadet, meine CZ75 und meine Colt MK IV Serie 70 eingesetzt und das Fach lies sich problemlos schließen.

Die Kurzwaffen werden durch den erzeugten Druck im Moosgummi sehr fest gehalten, wie man sehen kann.

Weiter oben hatte ich geschrieben, dass der Rucksack auf die Bedürfnisse von Waffenbesitzern entworfen wurde, nicht zwingend auf die der Sportschützen. Der Grund, weshalb ich das etwas differenziere ist folgender. Auf den deutschen Markt schauend, werden bei vielen schießsportlichen Disziplinen, auch im dynamischen Bereich, häufig 6″ Waffen verwendet. Meine Fullsize Colt 1911 passt in den Cradle rein und der vordere Hardcasedeckel lässt sich problemlos schließen. Meine FN International II aber, passt so leider nicht in den Kurzwaffenhalter. Die Waffe schaut sonst mit dem kompletten Griff vorne raus. Somit würde z.B. ein S&W 686 in 6″ nicht reinpassen. Eine CZ Shadow II hingegen passt problemlos rein und der Deckel kann problemlos geschlossen werden.

Hier am Beispiel meiner FN Intrnl. II

 

Allerdings besteht die Option, längere Waffen z.B. in einem Kurzwaffenfutteral (siehe Foto unten) ohne Kurzwaffenhalter unterzubringen.

Dann passt allerdings der Kurzwaffenhalter nicht mehr in das Fach.

Ich für meinen Teil, kann damit durchaus leben, da ich keine 6″ Waffen besitze und somit mit dem Kurzwaffenhalter super klar komme.
Somit konnte ich das Kriterium #2 von meiner Liste abhaken – nämlich die Möglichkeit, mehrere Kurzwaffen problemlos zu transportieren.
Ein riesen Vorteil des Kurzwaffenhalters ist auch, dieser kann einfach aus dem Rucksack herausgenommen und am Stück in einen Waffenschrank reingestellt werden und umgekehrt. Hinzu kommt, wie auf folgendem Bild zu sehen, kann ich den Kurzwaffenhalter auf dem Schießstand einfach vor mich auf den Schützenpult stellen und habe so z.B. bei einem statischen Training oder Wettkampf alle Waffen direkt bei mir.

Verwednungsbeispiel Schießstand

Oder ich stelle den Rucksack (ausreichend Platz am Schützenpult vorausgesetzt) auf den Pult und ziehe den Kurzwaffenhalter einfach etwas aus dem Fach. Damit habe ich alle Waffen bei mir und direkten Zugriff auf Werkzeug, Munition oder sonstige Gegenstände, die man benötigen könnte.

Rucksack von der Seite

In meinen Augen ist das Konzept hinter dem Rucksack sehr gut durchdacht, mit leichten Defiziten was den deutschen Markt der Sportschützen angeht. Hier wäre in der Tat eine Möglichkeit auch mehrere längere Waffen, wie 6″ Revolver zu verstauen von großem Vorteil. Eine weitere Idee wäre z.B., auch wenn der Hersteller lieber zusätzliche Kurzwaffenhalter als Zubehör verkaufen möchte, den Kurzwaffenhalter modular zu gestalten, bei dem einzelne Halter abgenommen werden können. Somit würde man die Möglichkeit bieten, den Halter auf z.B. 2 Kurzwaffen zu verkleinern und neben dem Kurzwaffenhalter im Hauptfach die Munition zu verstauen, da das Hauptfach auch abschließbar ist. Im Moment kaufen sich Kunden eher einen zweiten Kurzwaffenhalter und schneiden eine der Fächer in der Mitte heraus, um damit einen Halter für zwei Kurzwaffen und einen für eine Kurzwaffe zu erhalten und das Hauptfach flexibler zu nutzen.
Was mir persönlich für den deutschen Markt auch fehlt, ist eine Möglichkeit ein Stativ für den Transport zu befestigen. Die Schlaufen, die zum Halten von Papierscheiben gedacht sind, sind leider nicht in der Lage ein Stativ vernünftig zu halten.

Nicht, oder wenig nachvollziehbar ist das Fehlen einer Schlaufe zum einhängen eines Riggs bei diesem Modell. Also einer Koppel mit Holster und Magazinhalter. Sicherlich kann man sich problemlos eine entsprechende Schlaufe mit einem Karabinerhaken besorgen und am Rucksack anbringen, aber in meinen Augen sollte so etwas durchaus dabei sein.

Mein vorläufiges Fazit nach einem Testwochenende in Wiesloch, bei dem Mensch und Material im Ausnahmezustand war, was besonders für meine Verhältnisse den Munitionsbedarf betrifft, fällt sehr positiv aus.
Der GPS Handgunner Backpack hat sich sehr gut bewährt und interessierte Blicke auf sich gezogen. Die Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit überwiegen in meinen Augen die leichten Defizite, aber hier hängt es natürlich auch von der individuellen Nutzung ab.

In den kommenden Tagen werde ich das erste Review Video zu dem Rucksack machen, von dem ich schwer begeistert bin.

Hier noch die entsprechenden Links.

Direktlink zu den Rucksäcken Modellen GPS Handgunner Backpack in den unterschiedlichen Farbgebungen:

Schwarz
http://www.val-max.de/product_info.php?info=p20_gps-1711bpbt—handgunner-backpack.html

Digital Camo
http://www.val-max.de/product_info.php?info=p18_handgunner-backpack-w-cradle-for-4-handguns.html

Tan
http://www.val-max.de/product_info.php?info=p21_handgunner-backpack-w-cradle-for-4-handguns.html

Preis für den GPS Handunner Backpack, inkl. dem Kurzwaffenhalter für vier Kurzwaffen beträgt € 204,- inkl. Versandkosten.
In meinen Augen ein durchaus fairer Preis, für den man einiges bekommt. Und wem der Rucksack doch zu schwer wird, der kann dieses Modell (GPS-1711ROBP) mit Rollen und Ziehstange als Alternative in Betracht ziehen!

Der Onlineshop http://www.val-max.de/ hat weitere interessante Transporttaschen und Zubehör im Lieferprogramm. Schaut Euch im Onlineshop um.

Eine Bitte habe ich aber. Wenn sich jemand dazu entschließt bei http://www.val-max.de/ zu bestellen, kann gerne erwähnen, dass Ihr den Onlineshop und/oder die Produkte in meinen Reviews kennengelernt habt. Somit sehe ich und auch der Händler, wo Ihr die Produkte kennengelernt habt.